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33. Die Sicherheit der europäischen Grenzen

In seinem Traktat vom ewigen Frieden sieht Charles-Irénée Castel de Saint-Pierre die Sicherung der europäischen Außengrenzen vor, indem er auf die Mithilfe der assoziierten Staaten zählt. Jeder behält seine Truppen, welche jedoch den Nachbarländern zu Hilfe kommen können.

Zur Sicherung Europas befestigt der Zar und der türkische Sultan alle Grenzen der Gebiete, die nicht zum Bunde gehören. Der Bund hält in ihnen beträchtliche Besatzungen aus allen Bundestruppen.

Macht einer der Grenznachbarn ungewöhnliche Rüstungen, so verstärkt der Bund seine dortigen Truppen im gleichen Verhältnis, und zwar so, dass sie um ein Drittel stärker sind als die jenes Nachbarn. Damit aber die Truppen der im Kriege befindlichen Grenznachbarn nicht kriegstüchtiger werden als die Bundestruppen, bietet der Bund ihnen seine Vermittlung, seinen Schiedsspruch und seine Bürgschaften, sowohl in den gegenwärtigen Streitigkeiten wie in künftigen an und tritt auf Seiten dessen, der sie annimmt.

Um Kenntnis von jeder neuen Rüstung zu erhalten, werden beiderseits Gesandte und Residenten eingesetzt.

Charles-Irénée Castel de Saint-Pierre, Der Traktat vom ewigen Frieden (1713).

Rechtefreier deutscher Text unter: http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-traktat-vom-ewigen-frieden-7664/8

Rechtefreier Originaltext (Edition von 1713, Bd. I) unter: http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k86492n?rk=21459;2

Rechtefreier Originaltext (Edition von 1713, Bd. II) unter: http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k864930?rk=42918;4